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Disharmonie Abenteuer aus der Cthuloide Welten 12, Autor: Bernhard Bihler
Spieler: Herr Philipp Maurice Böhm, Agent (Ol) Theo Springer, Journalist (SanTol) Käthe Frankenthal, Ärztin (Sin) Zita von Zeppelin, Kind reicher Eltern (Sab) Konrad Larssen, Jornalist (Ral) Anette Burgwächter, Polizei Berlin/Spurensicherung (SpuSi) (SabT) Madeleine Kühl, Professorin der Archäologie (Rik) Horst Steiner, Söldner (Har)
Die Geschichte begann mit dem mysteriösen Tod des Musiklehrers Dr. Balling in Nürnberg. Der Bericht zu diesem Todesfall aus der Zeitung Münchener Neueste Nachrichten vom 14.08.1925 (Handout 1) erreichte auf Umwegen die Redaktion der Berliner Morgenpost. Der zuständige Chefredakteur konnte nicht umhin, seinen Starreporter für Mysteriöses, Herrn Theo Springer, ins Rennen zu schicken, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Da Herr Springer zurzeit Besuch von seinem Kollegen, dem freien Journalisten Konrad Larssen aus Hamburg, hatte, beschlossenen die beiden Herren, gemeinsam nach Nürnberg zu reisen. Am schnellsten ging dies natürlich per Automobil, also machten sie sich auf den Weg zur Villa von Zita von Zeppelin, da diese ein recht zügig fahrendes Auto ihr Eigen nannte.
Bei Frau von Zeppelin lief gerade ein Damen-Kaffeekränzchen mit Bridge, Canasta, Rommé und anderen Spielchen. Frau von Zeppelin hatte die Damen Käthe Frankenthal und Madeleine Kühl zu Besuch. Natürlich wollten die Damen mit nach Nürnberg. Nachdem mit dem Automobil noch Frau Burgwächter und Herr Böhm eingesammelt wurden, ging's gen Süden…
In Nürnberg machten sich die Herren und Damen zunächst einmal ein Bild von der Wohnung des Opfers in der Weißgerbergasse 4, parallel ließ Herr Larssen seine Beziehungen zur Hamburger Kriminalpolizei spielen. Auf diesem Wege gestaltete sich der spätere Besuch beim ermittelnden Kommissar, Herrn Hugo Ewaldt, ein wenig einfacher.
Die Wohnung von Herrn Balling glich einem Trümmerfeld mit integriertem Schlachthaus. Dazu stank es dort irgendwie unbestimmbar nach Fisch. Unbetroffen von Blut, Stinke-Schleim und Zerstörung war lediglich der Schreibtisch in der Mitte des Zimmers sowie die sich darauf befindliche Spieluhr. Durch das Gespräch mit Ballings Zimmerwirtin, Frau Erna Dößel erfuhren die Herrn und Damen, dass a) die Spieluhr erst am Todestag von Herrn Balling käuflich erworben wurde b) die Todesschreie von Herrn Balling kurz nach dem Spielen der Spieluhr-Melodie anfingen c) die Melodie fürchterlich unharmonisch und "schräg" klang Mehr konnte Frau Dößel nicht berichten. Herr Böhm nahm die Spieluhr, Frau Frankenthal den Aufziehschlüssel an sich, um so einer versehentlichen Aktivierung des Artefakts vorzubeugen.
Herr Böhm erkannte weiterhin, dass das Betrachten des Innenlebens der Spieluhr Kopfschmerzen verursachte. Der Kasten der Uhr war dazu auf der Unterseite mit dem Hersteller-Signet "HPL" gesiegelt. Schnell erkannten die Herren und Damen, dass es sich hierbei weder um die Initialen von "Howard Philips Lovecraft" noch um einen Hinweis auf "Harry Potter London" handelte. An einem blutverklebten Herrenschuh fand sich dann noch die Kaufquittung der Spieluhr, sie wurde am Todestag von Herrn Balling von ebendiesem im Antiquitätengeschäft Orthwein in der Hinteren Karthäusergasse 7 erworben.
Die Herren und Damen beschlossen, am nächsten Tage den verschiedenen Spuren zu folgen…
Tags drauf machten sich die Herren und Damen auf den Weg: a) Frau von Zeppelin wollte in den Bibliotheken und Archiven der Stadt nach den Buchstaben "HPL" forschen b) die restlichen Damen und Herren begaben sich zum Antiquitätengeschäft Orthwein b) Herr Larssen und Frau Burgwächter beschlossen, nach dem Besuch des Antiquitätenladens Kommissar Ewaldt zu besuchen
Im Antiquitätenladen Der Laden von Herrn Orthwein lag in einer eher heruntergekommenen Gegend und machte einen schäbigen Eindruck. Auffallend waren nur das eingeschlagene Schaufenster des Ladens und der wirr aussehende, irr fiedelnde Stehgeiger an der Hausecke.
Herr Orthwein, der Ladenbesitzer, war zunächst nicht sehr gesprächig, rückte aber nach einigem Hin und Her mit folgenden Informationen heraus: - die Spieluhren wurde ihm von einem "Arbeiter" verkauft, der die Uhren in einem "Sack" herbeibrachte. Der Mann hieß Josef Spittler und bekam für fünf Uhren 40 Mark - die Uhren wurden wie folgt weiterverkauft: o 1 Stück für 35 Mark am 09.08. an Karl Scharnagl o 1 Stück für 90 Mark am 10.08. an Franz Gösswein o 1 Stück für 45 Mark am 10.08. an Albert Kraitmair o 1 Stück für 80 Mark am 13.08. an Ernst Balling o 1 Stück wurde in der Nacht vom 13. auf den 14.08 aus dem Schaufenster gestohlen.
Nach dem Besuch des Antiquitätenladens sprachen die Herren und Damen den Stehgeiger an, ob dieser etwas von dem Diebstahl mitbekommen hätte. Der Mann, sein Name war Rufus, stand nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt des Diebstahls aber nicht an dieser Hausecke, sondern woanders. Er hatte nichts gesehen und wusste von nichts, wollte aber gegebenenfalls seine Kollegen, andere Straßenmusikanten, befragen.
Auf dem weiteren Weg wurden die Damen und Herren allerdings von einem Straßenmusiker, dem "Singenden Zimmermann Max Erpel" verfolgt. Dieser gab an, nur zufällig denselben Weg zu haben.
Bei der Polizei Die Polizei tappte im Dunkeln und hatte keine Ahnung, was in Ballings Wohnung passiert sein könnte. Aufgrund der guten Kontakte von Herrn Larssen und dem Ruf der Kollegin aus Berlin, Frau Burgwächter, gab Kommissar Ewaldt auch alle Informationen bereitwillig weiter: - Balling war zum Zeitpunkt seines Todes allein im Zimmer - Fenster und Tür waren abgeschlossen - der Türschlüssel steckte von innen - Balling wurde mit Gewalt in mehrere Teile zerfetzt - es fanden sich große Mengen einer unbekannten Schleim-Substanz, deren Natur und chemische Zusammensetzung (noch) nicht näher bestimmt werden konnte - die Einrichtung wurde mit großer Gewalt zerschlagen
Auf die Spieluhr angesprochen antwortete der Kommissar, dass sie ihm nicht verdächtig vorkam und er sie deswegen stehen ließ. Da sich Herr Larrsen und Frau Burgwächter auch die Leiche, bzw. die Leichenteile von Herrn Balling ansehen wollten, versuchte der Kommissar, für sie eine Besuchserlaubnis für das Leichenschauhaus zu bekommen. Des weiteren ermächtigte er Frau Burgwächter offiziell, in der Wohnung des Toten weitere Untersuchungen durchführen zu dürfen.
Weiterhin konnten Herr Larssen und Frau Burgwächter die Adressen der anderen Spieluhr-Käufer ausfindig machen: - Karl Scharnagl, Lindengasse 6 - Franz Gösswein, Rechtanwaltskanzlei Gösswein & Sperber, Egidienplatz 6 - Albert Kraitmair, Pfarrhaus Santa Klara, Klaragasse 5
Die "HPL"-Recherche Frau von Zeppelin ackerte sich im Laufe des Tages durch diverse Archive, Bibliotheken und Schriftsammlungen. Am Ende des Tages (und nach der Sichtung der Handouts 2 – 4) konnte Sie zum geheimnisvollen "HPL" folgende Angaben machen: - "HPL" steht für den Nürnberger Mechanicus und Uhrmacher Hanns Peter Lebzelter - Lebzelter lebte von 1488 bis 1526 - Lebzelter wurde als Schwarzmagier angezeigt und von einem wütenden Lynchmob aus dem Leben befördert - Lebzelter huldigte dem Großen Alten Azathoth - Die Hinterlassenschaften zeigen Konstruktionspläne der bekannten Spieluhren - Lebzelter fertigte insgesamt sechs Spieluhren - Durch die Melodie einer (1er) Spieluhr wird ein flötenspielender Diener Azathoths herbeigerufen. Spielen nicht mindestens drei (3) Uhren gleichzeitig, verfällt der Flötenspieler in Wut und schlägt alles um ihn herum kurz und klein, ehe er nach 10 Minuten wieder verschwindet. Spielen alle sechs (6) Spieluhren gleichzeitig, öffnet sich ein Tor zu der Dimension Azathoths, die es dem Großen Alten erlaubt, die Welt der Menschen zu betreten |