Numenera – Jack bleibt Jack, und sonst?

numenera_corebookSo, die Abstimmung der Supporter zur Übersetzung von Numenera ist zuende. Leider konnte sich keiner meiner Vorschläge durchsetzen (haha). Aber traurig darüber bin ich nicht, im Gegenteil. Ich hätte das Spiel schließlich auch gekauft, wenn es die Begriffe-Abstimmung NICHT gegeben und die Begriffs- und Übersetzungswahl ausschließlich und alleinverantwortlich bei Mháire, Nico und ihrem Team gelegen hätte.

( Wer sich die Auswertung ansehen will, kann das im Startnext-Blog zum Numenera-Crowdfunding machen…)

Wenn man so darüber nachdenkt, werden sich höchstwahrscheinlich zumeist diejenigen Spieler an den neuen Begrifflichkeiten stören, die schon Erfahrungen mit der Original-Version haben. Aber denjenigen, die keine Kenntnis des Originals haben und daher eher nach Bauchgefühl denn nach spielweltrelevanten Zusammenhängen abgestimmt haben, die nötige Checkung abzusprechen, geht meiner Meinung nach doch ein wenig zu weit. Aber ich persönlich fühle mich davon nicht angegriffen, da ich von mir ja weiß, dass ich des Englischen nicht wirklich sattelfest mächtig bin – ich lasse mich da gerne verbessern, wenn ich was nicht wirklich korrekt verstanden habe.

Aber Begriffe sind in der Regel demjenigen deutschen Spieler, der zum ersten Mal ein deutsches Regelwerk in die Hand nimmt, eh wurscht. Es sei denn, man ist DSA-vorbelastet und nennt die Splittermond-„Fertigkeiten“ andauernd „Talente“, weil „man’s so gewohnt“ ist. Aber das nur am Rande. Wenn ich meiner Runde im Spätsommer/Herbst diesen Jahres das Numenera-Regelwerk unter die Nase halte, wird es den Spielern ziemlich egal sein, ob die drei „Klassen“ nun Glaive, Jack und Nano ODER Partisan, Robin und Nano ODER Streiter, Streuner und .. äh .. Nano heißen. Auch an „Pool“ und „Edge“ wird man sich gewöhnen, jede Wette. An den Rest auch. Ich vertraue da ganz auf die Talente .. äh .. Fertigkeiten … äh .. Skills des Übersetzer-Teams. Klappt scho …

Ich selber werde beim nächsten Rollenspiel-Treffen schon mal ein wenig die Werbetrommel rühren, den – englischen – Charakterbogen rumzeigen und – für mich – schon mal die Auswahl der Deskriptoren und Foki übersetzen, damit die Spieler ein Gefühl dafür bekommen, was bei der Charaktererstellung auf sie zukommt. Alles andere hat noch Zeit.

Weiterhin hoffe ich ja, dass Mháire und Nico auf der Heinzcon am 06.-08.03.2015 in Norddeich einen Workshop o.ä. zu Numenera anbieten, wo wir lechzenden, hechelnden Supporter schon mal ein wenig mehr über Fahrplan, Pläne und Stand der Dinge erfahren können.

Was wäre wohl passiert, wenn sich bei dem Begriff „Memory Ants“ nicht das mit 42% „gewonnene“ „Gedächtnis Wanzen“ sondern mein Vorschlag „Bücherwürmer“ durchgesetzt hätte … keep smiling, nice dice … demnächst mehr davon in diesem Kino.

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