Perry Rhodan – Inspirationsquelle für Numenera (1)

 

Heute möchte ich mich mit der seit 1961 laufenden SF-Heftromanserie Perry Rhodan als Inspirationsquelle für Numenera beschäftigen. Der Serie wird oft von Kritikern vorgeworfen, sie wäre keine Science Fiction, sondern Science Fantasy, was immer das heißen soll, aber hey, das hört sich gut an und passt zu Numenera! Ich werde mir also hin und wieder bestimmte Teile der Serie raussuchen und sie für Numenera umbasteln.

 

Teil 1 – Die Sampler-Planeten vom Rand der Großen Leere  als „Seltsame Begebenheiten“pr1655

 

Am 1. August 1202 NGZ (was dem Jahr 4789 nach Christus entspricht) bricht Perry Rhodan mit der BASIS zur Großen Leere auf. Hierbei handelt es sich um einen sternenleeren Bereich, der sich über 150 Millionen Lichtjahre zwischen dem Pulsar Borgia und dem Galaxiencluster Coma Berenices erstreckt. Als die Expedition im Januar 1206 ihr Ziel erreicht, entdecken einige der ausgeschickten Erkundungsschiffe die Samplerwelten, Planeten mit physikalischen Abnormitäten, die einen Übergang ins Arresum, der „anderen Seite des Universums“ ermöglichen. Einige dieser Abnormitäten werde ich nun für Numenera aufbereiten.

 

Canaxu – dieser Planet ist in zahlreiche, scharf abgegrenzte Ökosphären unterteilt, die sich völlig unterschiedlich entwickelt haben. Die dort lebenden Trepecco-Nomaden verfallen hin und wieder in eine sinnlose Bauwut und errichten merkwürdige Türme. Für Numenera könnte das zum einen ein Gebiet bedeuten, in dem tatsächlich völlig unterschiedliche Ökosphären anzutreffen sind: Wüste neben Sumpf neben Wald neben Steppe zum Beispiel, scharf abgegrenzt wie mit dem Lineal gezogen. Ob man da jetzt noch die Trepecco-Nomaden mit reinsetzt, die zu bestimmten Zeitpunkten scheinbar sinnlos Türme bauen und dann weiterziehen, oder eben diese Nomaden anderweitig einsetzt, kann man sich als SL ja aussuchen.

 

Die Licht-ohne-Sonne-Welt – dieser Planet steht mitten im Leerraum, weitab jedweden Gestirns. Und doch empfängt der Planet das Licht eines Doppelsternsystems, obwohl keines in der Nähe ist. Für Numenera könnte das ein Höhlensystem sein, in dem dennoch Sonne scheint, die auch mitwandert und Schatten verursacht, oder ein Gebiet, in dem es tagsüber dunkel und nachts hell ist, in dem also das Licht 12 Stunden später ankommt als im Rest der Gegend.

 

Die Monochrom-Welt – auf diesem Planeten gibt es keine Farben, alles ist nur in Grauschattierungen sichtbar. Für Numenera kann man das nahezu 1:1 umsetzen.

 

Shaft – hier gibt es riesige Ruinenfelder, die die Eckpunkte einen Achtecks bilden. Genau im Zentrum des Achtecks befindet sich ein Höhlensystem mit einem senkrechten Schacht, der nach Messungen eine Tiefe von 30.004 km aufweist – obwohl der Planet nur einen Äquatorialdurchmesser von 13.000 km besitzt.  Ab einer Tiefe von 1.018 m spielen alle in den Schacht zur Untersuchung geschickten Sonden oder Roboter verrückt; ab einer Tiefe von 2.060 m verschwinden sie spurlos. Ruinenfelder sind ja für Numenera nichts Neues,  aber die achteckige Anordnung mit einem bodenlosen Schacht in der Mitte ist schon ziemlich seltsam.

 

Noman – auf dem Planeten leben unter einer dichten Wolkendecke, durch die so gut wie kein Sonnenstrahl dringt, die schildkrötenähnlichen Noman-Draken. Durch das fehlende Sonnenlicht hat sich keine Photosythese entwickelt, alles ist trist und grau. Über den Wolken schwebt für jeden Noman-Draken ein „Drachen“, der die Sonnenenergie aufnimmt und so den Hauptkörper auf dem Boden mit Energie versorgt. An einem Ort in Äquatornähe befindet sich ein Gravo-Kubus genanntes Gebilde aus 512 Einzelwürfeln, deren jeweiliger Schwerkraftvektor in eine von sechs Richtungen zeigt. Die Noman-Draken nennen den Kubus den „Ort des Gleichgewichts“. Einen solchen Kubus und/oder die merkwürdigen Noman-Draken kann man super für Numenera verwenden, bei dem Kubus müsste man sich als SL nur überlegen, wie man da wieder raus kommt, wenn man einmal drin ist…

[Quelle unter anderem: Perrypedia]

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