Tag 3 – Reizimpuls Händlerkarren

Hatte ich erwähnt, dass der Händler Majoun mit unserer ganzen Gruppe nach Shinshamassu aufbrechen wollte? Ja, hatte ich. Und während ich auf meinem Reitkamel locker flockig daherreiten konnte, durften die anderen laufen. Zeitweilig wenigstens. Der Händler hatte ja seinen Karren mit seinem Ochsen (nein, damit ist kein Mitglied unserer Gruppe gemeint!). Wir also los. Zunächst durch lustige Zypressenwäldchen, aus denen die farukanischen Schiffe gebaut werden. Nur … nix Holzfäller zu sehen. Ja bitte, laufen die Bäume zur Werft oder wie? Majoun klärte uns auf, dass das Holzschlagen das Privileg des Herrschers ist und Schwarz-Holzhacken wie Diebstahl geahndet wird. Zib zab Hand ab … nicht wirklich ein erstrebenswert Zustand.

 
Warum dann Diskussion um Schlafplätze erst nach vielen Reisetagen entbrannte, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Auf jeden Fall wollte Madame Magick IM Karren schlafen. Da war unser Auftraggeber aber not amused. Also musste sie draußen bleiben. Ich hab mich jedenfalls UNTER dem Wagen gut eingerollt und tief und fest geschlafen. Irgendwann kam der lila Qualm und mit dem Qualm mehrere unfreundliche Schaden-Schwaben mit rotglühenden Augen und spitzen und scharfen Sachen, die ganz doll aua machen. Aber ich hab tief und fest geschlafen. Der Rest der Truppe (+ Katze) haben sich dann die Schwaden-Schwaben vorgenommen und damit begonnen, sie zu verprügeln, und zwei davon wollten sogar in den Karren einbrechen. Aber ich hab tief und fest geschlafen.

 
Der Kampf wogte hin, der Kampf wogte her, Schwerter, Peitschen, Katzentatzen und Zauberei schwirrten umher und irgendwann wachte ich auf. Und zauberte. Ich ließ einen Dornbusch vor dem Karrentürchen wachsen, damit die Kerle nicht hineinkonnte. Dauerte aber etwas .. äh .. lange. Also, das Wachsen, nicht das Zaubern. Einer ist dennoch hineingekommen, und währen der Rest der Truppe (+ Katze) die restlichen Bösewichter erledigten, rumpelte und pumpelte es in und um den Wagen, lila Schwaden umwogten das Gefährt, Blitze zucken und hüpp … war er verschwunden. Und damit auch unser Auftraggeber. Was nun? Was wollte die? Warum? Fragen über Fragen. Aber der Dornbusch war jetzt fertig und stand einsam aber wunderschön auf dem Lagerplatz.

 
Am nächsten Abend besuchten uns drei Jägersleute am Lagerfeuer und berichteten von einer unerklärlichen Schlagenplage in der Gegend. Eigentlich nicht unser Bier. Dachte ich. Doch dann wurde dem einen Jägersmann echt schlecht, sein Bäuchlein platzte und entließ Dutzende von Schlagen, die sich rasch in alle Winde verstreuten. Das war’s dann für den Guten. Und dabei hatte er nur großen Durst gehabt und Flusswasser in seine Feldflasche gefüllt. Nicht auszudenken, was in der nächsten Stadt passiert, wenn die Anwohner das Wasser trinken! Also – Gewaltmarsch bis nach … öh … vergessen. Aber auf jeden Fall sind wir dort gut angekommen.

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Vielen Dank an meine Mitspieler von den Traumjägern (http://www.die-traumjaeger.de).

(07.11.2015, SL: Marco L. , Spieler: Astrid E. , André B. , Jörn H. , Martin D. , Micha W. (<- ich))

 

Das „Meine Splittermond Runde“-Beitragsbild wurde erstellt aus dem Cover des Abenteuers „Unter Wölfen“, (c) Uhrwerk-Verlag (http://www.uhrwerk-verlag.de), Künstler: Florian Stitz (http://www.florianstitz.de).

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