[RPG-Blog-O-Quest] #003 Dezember ’15 – Ausblick

rpg_blog_quest_logoHeute bin ich mehr oder weniger durch Zufall auf die RPG-Blog-Quest von der Rollenspiel-Seiten Würfelheld & Greifenklaue gestoßen. Hier werden jeden Monat spannende Fragen rund um’s Rollenspiel an die Community gestellt, alles sehr lesenswert und ideenreich, wie ich finde. Darum mache ich in diesem Monat (und vermutlich auch in den kommenden Monaten) einfach mal mit. Ich meine … in 26 Jahren Rollenspiel hab ich einiges erlebt, über das ich berichten kann. Und warum soll das alles immer nur auf meiner Seite lesbar sein?

 

Also gibt’s jetzt meine Antworten zum [RPG-Blog-O-Quest] #003 Dezember ’15 – Ausblick :

 

Frage 1: Das Jahr nähert sich dem Ende. Worauf freust Du Dich RPG-technisch am meisten in 2016?

 

Ich freue mich sehr auf den März, denn da steht wieder derdiedas HeinzCon in Norddeich an. Ich habe die Veranstaltung 2014 und 2015 besucht und mir hat die Atmosphäre sehr gut gefallen. Ansonsten warte ich voller Vorfreude auf die druckfertigen Resultate der Crowdfunding-Projekte im RPG-Bereich, die ich unterstützt habe: Numenera (deutsch, Uhrwerk), Dresden-Files (deutsch, Prometheus Games/Feder&Schwert), die Kobold-Sachbücher (deutsch, Ulisses).

 

2. Deine Rollenspielpläne 2016? Was möchtest Du spielen, was ausprobieren, was leiten? Möchtest Du auch Fanmaterial erstellen, wenn ja, was?

 

Mein persönlicher Plan sieht vor, dass ich mir im Sommerhalbjahr im Verein „Die Traumjäger e.V.“ als Spielleiter einen lange vor mir hergeschobenen Wunsch erfülle: ich werde das Cthulhu-Abenteuer „Schwarzwald-Requiem“ aus der Zauberzeit #18 von 1989 leiten. Das Abenteuer ist uralt, aber sehr schön, und ich erstelle aktuell mit steigendem Spaßfaktor nette Handouts. Das wird für mich aber auch eine Herausforderung, eine Runde zu leiten, bei der ich erst kurz vor Start weiß, wer aus dem Verein überhaupt mitspielen wird. In meiner alten Runde, aus der ich Mitte 2014 ausgestiegen bin, war das Vorbereiten eines Abenteuers in dieser Hinsicht ziemlich, schließlich kannten und spielten wir bereits einige Jahre. Man konnte das Abenteuer sozusagen auf „seine Runde“ zuschneiden. Diese Option fällt nun weg, daher ist das Vorbereiten etwas aufwendiger als früher. Aber es macht echt Spaß!

 

Spielen möchte ich gerne FATE, egal ob Dresden Files, Eis&Dampf oder was anderes (nur Malmsturm muss nicht sein). Diese Art zu spielen kenne ich noch nicht und würde das wirklich gerne mal ausprobieren. Ansonsten steht immer noch Splittermond bei mir hoch im Kurs.

 

3. Was erwartest Du von den Verlagen?

 

Naja. „Erwarten“ klingt so fordernd. Ich hätte gerne mehr Quellen- und Hintergrundbände zum Schmökern und als Ideenlieferant. Für Splittermond wird es zB ein Buch zu den Feenwelten geben, auf das ich mich sehr freue, und für Cthulhu steht ein Regionalband über Prag in den 1920er Jahren auf dem Plan. Früher gab es auch Verlage, die Universal-Abenteuer (egal, was für ein Setting) herausgebracht haben. Ich kann mich da an Bücher erinnern, deren Abenteuer – um als Beispiel klassische EDO-Fantasy zu nennen – mit Midgard, DSA, AD&D spielbar waren, ohne dass man großartig was ändern musste. Das ging aber nur, wenn die entsprechende Spielwelt, die man nutzen wollte, nicht bis zu jeder Milchkanne auf dem Bauernhof in Hintertrollhausen beschrieben war. Von Ulisses erwarte ich daher zB in Sachen DSA den Weggang von der Micromanagment- Kleinteiligkeit der Ära DSA4/4.1 (man hatte immer irgendwo jemanden, der gezetert hat, weil genannter Bauernhof in Regionalband XYZ eben nicht vier, sondern sechs Milchkannen gehabt haben sollte).

 

Zudem gehen einige Verlage ja den Weg des Crowfunding. Eigentlich eine gute Sache, minimiertes Risiko für den Verlag, schließlich ist good old Germany in Sachen Rollenspielsysteme immer noch Grenzland im Gegensatz zu den USA. Ich muss auch nicht jeden Murks in deutscher Übersetzung haben, wirklich nicht. Aber wenn ich schon Geld vorstrecke, um ein passables Produkt mitzufinanzieren, dann hätte ich gerne auch passende Wasserstandsmeldungen von Verlagsseite, wie der Stand der Dinge ist. Ulisses ist da meiner Meinung vorbildhaft, Uhrwerk den Umständen entsprechend entsprechend, Prometheus … äh … schleppend … echt, muss ja kein wöchentliches Update sein, aber so 1 x im Monat wäre schon schön.

 

4. Wenn ich bei Pegasus-Spiele das Sagen hätte, würde ich 2016 …

 

… die Auflagenhöhe bei Cthulhu-Produkten erhöhen (sowohl Normal- als auch Limited-Ausgaben), um dem Wildwuchs bei der Preisgestaltung bei Ebay & Co Einhalt zu gebieten. Jaja, ich weiß – die Nachfrage bestimmt den Preis, und preislich sind die Cthulhu-Produkte nicht zu toppen. Aber als Sammler & Jäger bin ich quasi gezwungen, sofort zu kaufen, denn nach +/- 12 Monaten sind die Bücher ausverkauft und werden im Netz für das x-fache des regulären Preises angeboten. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, von Produkt X 10 Stück vorzufinanzieren, um diese dann 12 Monate später für das 3-4-fache wieder zu verkaufen. Ist echt ein gewinnträchtiges Geschäft. Und die Nachfrage scheint ja da zu sein. Also: Auflage erhöhen, so dass alle in den Genuß der Bücher kommen

 

5. Ich möchte mir 2016 …

 

… ein Gamerboard in A3 kaufen und meine DSA-Sammlung weiter auflösen sowie viel Spaß als Spieler und Spielleiter erleben.

9 Gedanken zu „[RPG-Blog-O-Quest] #003 Dezember ’15 – Ausblick

  1. Danke für Deine Teilnahme.

    Würde mich freuen, wenn Du über die Erfahrungen zu dem Cthulhu Aberneuerleiten etwas schreiben würdest.

    Zum Thema „GAMEBOARD“:
    Wenn Du beim diesjährigen WinterOPC mitmachst, besteht die Möglichkeit so eines zu gewinnen, dafür ist ein wenig Hirnschmalz und Glück nötig.
    Aber versuchen solltest Du es!!!

    1. Merci für den Kommentar. Ja, ich habe gesehen, dass es beim WinterOPC unter anderem ein Gameboard gibt. Und .. tadaa … ich bin schon am basteln :-)

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