Splittermond – „Die Götter“ und ich…

splittermond_goetterZur SPIEL 2016 wird ein neuer Quellenband für Splittermond erscheinen: Die Götter. Angeteasert werden wir SpliMo-Fans mit folgendem Text:

 

„Splittermond: Die Götter zeigt auf, wie Glaube in Lorakis gelebt wird – alles mit dem Ziel, dass Sie als Spielleiter oder Spieler eines gläubigen oder den Göttern geweihten Abenteurers ihre eigenen Kulte entwerfen und ausgestalten können. Daneben werden aber auch Hilfestellungen gegeben, wie man den Einfluss der Götter in Abenteuer einbauen kann, etwa anhand von Informationen zu göttlichen Dienern oder zum direkten Eingreifen von Göttern.

Abgerundet wird der Band durch weitere Anwendungen bestehender Regeln wie etwa neuen Zaubern, Meisterschaften und Stärken, Angaben zu priesterlichen Optionen der Handwerksregeln, Werten für göttliche Diener, neue priesterliche Ausbildungen sowie Angaben zur näheren Ausgestaltung der Nachteile der Stärke Priester.“

 

Tja. Was soll ich dazu sagen. Ich werde mir den Band wohl zulegen. Warum, werde ich mal erläutern, denn wer mich länger kennt der weiß „Götterdiener spielen find ich sch***!“.

Die Rolle „Götterdiener“ im Rollenspiel fand ich eigentlich schon immer ziemlichen Müll. Das hat schon mit DSA3 angefangen und zog sich über DSA4 und 4.1 bis nach Myranor. Ich fand die Leute schon immer merkwürdig, die unbedingt Rondra- oder Swafnir-Geweihte spielen wollten, weil die „legal besser kloppen konnten“ als andere, oder Phex-Geweihte, weil die besser klauen und schleichen konnten als der herkömmliche Dieb, oder – ganz krass – diese speziellen magisch begabten Hesinde-Geweihten, am besten noch als Doppelgeweihtschaft mit Phex. Ich erinnere mich an Spieler, die Boron-Geweihte spielen wollten, weil sie wegen des Schweigegelübtes den ganzen Abend nichts sagen brauchten oder die Boronis, die als eine Art Zombiekiller-Vampirjäger unterwegs waren und die irgendwie gar nicht nach Aventurien passten (Van Helsing lässt grüßen). Dann kam irgendwann mit 4.1 die Sache mit den Liturgien-Sonderfällen und dieser ziemlich beknackten Primärliturgie, wir blickten in der Runde gar nicht mehr durch und keiner hatte mehr Lust, sich mit Geweihten zu beschäftigen (mit magisch begabten und kampfmanöver-affinen Helden auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte).

 

Mit Myranor ging das nicht besser, im Gegenteil. Da hat mir der Myranor-Götterband auch nicht weitergeholfen, das ganze drum und dran und drumherum fand ich noch komplizierter. Und nun … Splittermond?

 

Ja genau, Splittermond, und ich freu mich zum ersten Mal seit ewiger Zeit auf einen Götterband. Splittermond macht einfach vom System und vom Setting her Spaß, man muss zum Spielen eines Götterdieners keine Sonderregeln für Proben lernen, die Göttervielfalt ist irgendwie viel schöner auszugestalten als ein feststehendes Pantheon a la Zwölfgötter, wo alles andere an Halb- Viertel- oder sonstwie Göttern vielleicht was ganz anderes ist oder auch nicht und Auslegungssache und argl hust hust Spaß verdorben…

 

Fazit: ich freu mich drauf, und wenn ich Zeit habe, schreibe ich sogar noch eine Rezension. Versprochen. Bei den Göttern!

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