Splittermond: Unternehmen Schimmerturm (02)

 

Und weiter geht’s mit meinen persönlichen Schimmerturm-Designer-Notes :-)

 

Problem Nummer 2:  Name und Lage

Vielleicht erinnert ihr euch … der Titel des Abenteuers lautete ursprünglich „Der Schimmerturm von Krabbenküste“. Von der „Krabbenküste“ ist aber im fertigen Abenteuer nichts zu finden. Davon abgesehen, dass die geographische Lage auch noch etwas … unklar war, denn im Wettbewerbsabenteuer hatte ich den Ort Krabbenküste an der „Küstenstraße zwischen Fulnia und Taupio“ verortet.

 

Nun spielt das Abenteuer aber im Mertalischen Städtebund, und Redakteur Franz merkte an, dass „Krabbenküste“ nun nicht wirklich nach einem mertalischen Dorfnamen klingt. Da musste ich ihm unwidersprochen zustimmen. Hört sich doof an: Taupio – Fulnia – Vatenna – Gondalis – Krabbenküste. Brrr. Also machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Namen…

 

Für mich war der Mertalische Städtebund bisher sowas wie eine lorakische Version von Venedig/Florenz/Mailand im Zeitalter der Renaissance. Allzuviel Textmaterial gibt’s ja auch abseits des Weltbandes nicht. Ich ersetzte daher in der ersten Umbenennungsphase „Krabbenküste“ durch „Granchio“, der italienischen Bezeichnung für „Krabbe“.

 

Allerdings hatte Franz seinerzeit beim Design des Mertalischen Städtebunds nicht die italienischen Stadtstaaten der Renaissance im Fokus, sondern hatte sich weiter östlich einsortiert, Richtung Kroatien, Bosnien, Serbien (wenn ich das noch richtig auf dem Schirm habe, Franz möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege). Und in Kroatien gibt es einen Ort namens Rakovica, der – tadaa – einen Krebs als Wappentier im Stadtwappen führt (Link). Das internationale Dictionary liefert auch bei der Übersetzung von „Rakovica“ das englische Word „crab“. Insofern gehören Krabbenküste, Granchio und Rakovica irgendwie vom weitesten Sinne her zusammen.

 

Ich ersetzte also im Text in der zweiten Umbenennungsphase „Granchio“ durch den von Franz ins Spiel gebrachten Namen „Rakovica“ und zack! Sah gut aus. Den nehmen wir! Und so kam „Krabbenküste“ zu seinem neuen Namen.

 

Das Problem mit der geographischen Lage hatte ich anfangs überhaupt nicht auf dem Schirm. Wie gesagt, von Anfang an hatte ich den Ort an der „Küstenstraße zwischen Fulnia und Taupio“ verortet. Irgendwann in der Endphase der Überarbeitung bemerkte Franz scharfsinnigerweise, dass Taupio eigentlich gar nicht an der Küstenstraße liegen könnte. Taupio liegt nämlich gar nicht an der Küste. Und daher zumindest nicht an einer Straße, die man „Küstenstraße“ nennen würde. Also habe ich die Straße eben bis nach Vatenna verlängert. Läuft …

 
Fortsetzung folgt…

 

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