Mythor und ich – Teil 1

MYTHOR_001 Als 1980 der erste Mythor-Roman „Der Sohn des Kometen“ erschien, war ich sofort angefixt. Zum einen las ich bereits seit einiger Zeit Perry Rhodan und kannte daher einen Großteil der Autoren, zum anderen war ich von Fantasy fasziniert, hier las ich vor allem Howards Conan und die Romane von Lin Carter, Michael Moorcock und Alan Burt Akers sowie die Taschenbücher von Terra Fantasy. Zum Geburtstag 1979 hatte ich den „Herrn der Ringe“ geschenkt bekommen und lechzte nach mehr. Da kam Mythor gerade recht.

Wenn ich mir also im Kiosk im Dorf meine wöchentliche Perry-Dosis abholte, war fortan auch Mythor mit von der Partie. Dragon war an mir vorbeigegangen und damals war es schwer, etwas über die Serie zu erfahren, so ganz ohne Internet und Wikipedia. Erst viel später habe ich dann auch Dragon gelesen, aber das soll hier kein Thema sein.

Spannend finde ich vor allem, dass mir die Figur des Luxon viel viel besser gefallen hat als wie Mythor selbst, ein Phänomen, dass ich „drüben bei Perry“ auch mit Atlan beobachten konnte, der mir zu der Zeit auch besser gefiel als Perry. Nunja, 1982 … da war ich 15. Kein Wunder, dass einem pubertierenden Jugendlichen toughe Helden, die Wein, Weib und Gesang lieben, besser gefallen als die Herren Weicheier vom Romantitel. Es mag daher kein Zufall sein, dass mir Hans Kneifels Luxon und Hans Kneifels Atlan (vor allem in den Zeitabenteuern) aus dieser Zeit am besten in Erinnerung geblieben sind.

Der erste Tiefpunkt bei Mythor kam nach ALLUMEDDON und den darauffolgenden Abenteuern Mythors im Land der Aegyr. „Schattenland“ mit seinen Wichteln, Trollen und Zauberwäldern war nicht wirklich das, was ich mir als Lesestoff gewünscht habe, war ich doch vom Inferno-Szenario des Schattenzonen-Zyklus mehr als begeistert. Das scheinen auch die Leser gemerkt zu haben, denn nach Schattenland kam Drachenland und dann ging’s auch wieder zur Sache.

Irgendwann war dann Schluß. Irgendwie mittendrin. Und irgendwie ohne Vorwarnung. Band 192 „Sternenfall“ war der letzte regulär erschienene Band, „Nykerien erwacht“ (Band 193) von Hubert Haensel war nur im Magazin MAGIRA erhältlich, aber im immer noch internetlosen Zeitalter war es etwas kompliziert, das zunächst zu erfahren und dann auch noch da ranzukommen…

Mittlerweile liegt der Band ja als Ebook vor und ich kann die Lücke, die seit 1985 in meiner Mythor-Seele klafft, endlich schließen.

Aber Mythor hat mich in diesen Jahren geprägt und auch nicht losgelassen. Immer wieder habe ich Mythor-Szenarien, -Personen und -Viecher für’s Rollenspiel adaptiert, in den Druck-Ausgaben von Elfenwolf war auch immer wieder was zu Mytthor zu finden, meine erste Homepage hatte eine Mythor-Rubrik und zur Schattenland-Neuausgabe 2009/2010 hatte ich im Vorfeld Kontakt zu Klaus N. Frick und Dr. Rainer Nagel. Mythor war immer präsent. Bis heute.

(wird fortgesetzt)

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