DSA-Blablubb: Proben würfeln leicht gemacht

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Tag auch! Heute geht’s im DSA-Blablubb um das leidige Thema „Proben würfeln am Spieltisch“.

In diversen Foren und Blogs wird’s immer wieder diskutiert … wie detailliert müssen Proben bei DSA sein, damit’s „regelkonform“ wird und wie detailliert dürfen sie sein, damit weder Spieler noch Spielleiter einen Doktortitel in „Probenwürfeln“ brauchen und die restlichen Spieler vor Langeweile nicht einschlafen?

Wenn ich zum Beispiel in einem Forum lese, dass ein Spieler, dessen Held Alchimie praktiziert, sich außerhalb des Spielabends eine Excel-Tabelle bauen muss, um seine Kräutersuchen-Proben abzuhandeln und dann zusammen mit dem Spielleiter in einer 1:1-Sitzung die Proben für die Mixerei und Kocherei auswürfelt, dann frage ich mich, ob das nicht etwas zu viel des Guten ist.

Gestern zum Beispiel hatten wir folgende Szene:

Spielerin: „Ich möchte eine Salbe mit einer bestimmten Wirkung herstellen.“
Spielleiter: „Mach mal eine Probe auf Alchimie, erschwert um 3.“
Spielerin (würfelt): „Mist, Probe nicht geschafft.“
Spielleiter: „Du stellst dennoch eine Salbe her. Was die aber evtl. für Nebenwirkungen hat oder ob sie überhaupt nicht wirkt … das verrate ich Dir, wenn Du sie anwendest…“
Gefühlte Zeit = keine fünf Minuten !!

Die Spielerin war zufrieden und wartete gespannt darauf, was die Salbe denn machen würde. Der Spielleiter war zufrieden, weil er eine nette Zusatzszene (Nebenwirkungen) einflechten konnte. Und die übrigen Spieler waren zufrieden, weil praktisch keine Spielzeit verschludert wurde und ggfs. noch eine spannende Nebenwirkungen-Szene in Aussicht stand.

Daher die Frage: wer braucht denn tatsächlich 300 Seiten mit 5000 Regeln über „Wie stelle ich eine Salbe her?“. Geht das nicht auch schlanker? Einfacher? Spielzeit-relevanter? Ja! Geht! Wir haben’s gestern so gemacht. Geschadet hat’s nix. Eher im Gegenteil. Warum also aufregen?

DSA-Regeln sind Angebote, die man nutzen oder ignorieren kann und nicht – NICHT – in Stein gehauene Absolutismen. Das wohl! Blubb …

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