Everyone is John – Spielbericht Teil 2

Hallo und willkommen zurück zum 2. Teil meines Spielberichts zur „Everyone is John“-Session vom 29/06/2019. Im ersten Teil habe ich kurz das System vorgestellt, nun geht’s detailliert direkt zu den Szenarien, die ich leiten durfte.

 

Ich habe folgende Dinge vorbereitet:

– für jedes Szenario eine Karte in Trading Card Größe mit einem zum Szenario passenden Icon

– für jedes Szenario einen passenden Soundclip für das Intro

– ein Blatt mit Beispielen für Fertigkeiten

– ein Blatt mit Beispielen für Ziele

– ausreichend Charakterbögen in A5*

– ausreichend Spielleiterbögen*

– ausreichend Plastik-Spielgeldmünzen als Willenskraftpunkte

– einen hübschen Dice-Tray als Spielgeldsammelplatz

* Charakterbögen und Spielleiterbögen stammen aus dem gecrowdfundeten Regelbuch zur aktuellen Edition von „Everyone is John“

 

Los geht’s! Szenario 1 …

Die Spieler*innen schauten sich die Icon-Karten an und entschieden sich als erstes für die Karte mit der Totenkopfflagge. Das war

The final Cut (Die letzte Klappe) von Wayne Basta

Das Intro in kurzen Worten: John erwacht und sieht sich gerüsteten, wütenden Samurai gegenüber. Er selber trägt ein Piratenoutfit, einen Entersäbel und kann auf dem linken Auge nichts sehen. Die Samurai brüllen etwas und greifen ihn an … während des Intros habe ich im Hintergrund die Titelmelodie von „Fluch der Karibik“ dudeln lassen…

 

Danach konnten sich die Spieler*innen ihre Fertigkeiten auswählen:

Spieler*in 1 wählte die Fertigkeiten „Entfesselungskünstler“ und „Prügeln“

Spieler*in 2 wählte die Fertigkeiten „Faustkampf“ und „Segeln“

Spieler*in 3 wählte die Fertigkeiten „Unterwasseratmung“ und „Laserblitze aus den Augen schießen“

 

Dann kamen die Ziele an die Reihe:

Spieler*in 1 wählte die Ziele „Mit jemandem kämpfen“, „Etwas stehlen, ohne dass es jemand merkt“ und „Der berühmteste Pirat aller Zeiten werden“

Spieler*in 2 wählte die Ziele „Jeden Mann ohrfeigen“, „Ins Meer gehen, um Meerjungfrauen zu küssen“ und „Einen Gefängnisausbruch inszenieren“

Spieler*in 3 wählte die Ziele „Hüte klauen“, „Meerjungfrauen küssen“ und „Schiffe versenken“

 

Wie man sieht, wählten die Spieler*innen durchaus maritime, piratensettingmäßige Sachen. Aber nunja, sie konnten ja nicht wissen, dass es sich NICHT um ein Piratenszenario handelt, sondern dass John der Hauptdarsteller in einem PiratenFILM ist, der gerade in Hollywood im Studio gedreht wird und – wahrlich bizarr – von Piraten vs. Samurai vs. Ritter in Rüstungen zu Pferd vs. mechanische Monster-Killer-Alligatoren handelt.

 

Spieler*in 3 kommt als erster an die Reihe und zerschießt mit den Laserblitzen aus den Augen erstmal nicht nur die Augenklappe des linken Auges, sondern erhitzt auch die Rüstung des Obersamurai. Autsch! Szene im Eimer, der Regisseur ruft wütend „Cut! Cut“ und die Spieler*innen realisieren ungläubig, dass sie mir auf den Leim gegangen sind. Danach großes Gelächter, beruhigen und weiter im Text. John wird vom Regisseur – der übrigens Danny DeVito war – zu seinem Trailer geschickt und von seiner persönlichen Agentin Sarah umsorgt, die gerne mit John einen Oscar gewinnen will.

 

Und da ist dann auch noch der wieselgesichtige Wilbur, der im Auftrag der Mafia bei John Spielschulden eintreiben soll. Der Plan: John lässt sich verprügeln, muss den Film abbrechen, der Dreh platzt und die Mafia kassiert die Versicherungssumme. Guter Plan, wäre da nicht John. Der lässt sich mit Sarah aber erstmal zum Vernice Beach kutschieren, denn er hofft, da auf die Meerjungfrauen zum Küssen zu treffen. Was auch klappt, denn hier findet gerade eine Mermaid-Challenge statt. Die Kuss-Ziele von Spieler*in 2 und 3 werden erreicht, und dann geht‘s wieder zurück zum Set.

 

Wilbur hat sich mittlerweile Big Carl, den Schläger mit den Schaufelhänden, dazugeholt, doch beide können von John ausgeschaltet werden. Zum Schluß hat Regisseur DeVito die Idee, aus dem ganzen Film ein Setting Piraten+Samurai+Ritter zu Pferd vs. mechanische Monster-Killer-Alligatoren der Mafia zu drehen. Na, wenn das kein Blockbuster wird! Übrigens: Spieler*in 2 gewinnt mit 14 Punkten, weil echt jeder Kerl eine Ohrfeige kassierte …

 

Und was in den Szenarien 2 und 3 passiert ist … könnt ihr in der nächsten Folge lesen …

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