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Im Blauen System bahnt sich Großes an - der Maskenträger und der Smiler ermitteln Autor: Marc A. Herren, Cover: Dirk Schulz
Alaska Saedelaere - Der Maskenträger hegt dunkle Vorahnungen. Ronald Tekener - Selbst ein Smiler hat nicht nur gute Tage. Reino tan Vitar - Der Tschanor-Gos des Energiekommandos wittert Verrat. Narvan tan Ra-Osar - Der Ma’tam des Regierenden Rates sympathisiert mit dem Galaktikum. Simul tan Harol - Der überführte TRAITOR-Jäger wird weiterer Machenschaften verdächtigt.

Aus: "Historie und Ereignisse des Jahres 1463 NGZ" von Maahk Argl Hehhren, Terrania, 1500 NGZ
"Der 26. März 1463 NGZ markierte einen Wendepunkt in der Historie des akonischen Volkes. Dieser Tag war jener, an dem das Akon-Fanal im "Blauen System" erstahlte und die Akonen in ein neues Zeitalter der Politik führte, aus der jahrhundertelangen, selbstgewählten Isolation hinein in die Arme der galaxisweiten Gemeinschaft der Milchstraßen-Völker. Dass das Fanal erstrahlen konnte, verdanken die Akonen drei Männern: einem Akonen und zwei Terranern. Ohne das selbstlose Eingreifen dieser drei Personen wäre das Akon-Fanal zu einer systemumspannenden Katastrophe verkommen. Dies ist ihre Geschichte…"
Teil 1 – das Mischen der Karten
"Der akonische Geheimdienstchef hatte also um ein geheimes Treffen mit Ronald Tekener gebeten?" "Genau, und zwar auf dem Planeten Adeksion. Den kannte Tekener bereits aus einem früheren Einsatz gegen die TRAITOR-Marodeure. Dass der Planet jetzt auch noch eine Schlüsselposition im Kampf gegen die TRAITOR-Jäger einnehmen sollte, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen." "Was wollte der Geheimdienstchef – wie hieß er noch gleich? – ach ja, Reino tan Vitar – denn von Tekener bzw. der USO?" "Das kann ich recht schnell erklären … Tekener sollte ihm helfen, seinen Tod vorzutäuschen, was im Rahmen eines fingierten Attentats auch gelang. Tan Vitar handelte im Auftrag bzw. mit der Genehmigung des Ma'Tam der Akonen, des Oberhaupts oder Regierungschefs, wie man das wohl nennt. Mit dem "Tod" sollten verdeckte Ermittlungen verschleiert werden, da sich das akonische Volk in seiner Gesamtheit aus der Isolation lösen wollte, dieses Vorhaben aber bei diversen ewiggestrigen Clans nicht gerade auf Zustimmung stieß. Tan Vitar brachte auch den Clan Tan Harol ins Gespräch, wobei ihm Tekener dann über die Geschehnisse an Bord der LEMCHA OVIR berichtete. "Und wie kommt jetzt das geheimnisvolle Akon-Fanal ins Spiel?" "Nun, tan Vitar berichtete von einem ambitionierten Plan des akonischen Rates, über den er aber auch nicht in allen Einzelheiten Bescheid wusste. Tatsache jedoch war, dass die Sonne Akon durch die Kabinettisierung des Planeten Drorah – oder Sphinx, wie auch immer – durch die Terminale Kolonne TRAITOR instabil wurde und drohte, zu einer Nova zu werden. Die Wortbeziehung zwischen "Nova" und "Fanal" ließ dabei wenig Spekulationsspielraum. Tekener sagte Reino tan Vitar seine und die Unterstützung der USO zu."
Teil 2 – der erste Trumpf kommt ins Spiel
95 Jahre war ich fort von Terra, im Jahre 1450 NGZ kehrte ich zurück. Wieder einmal, wie schon so oft. Und wie so oft war meine Heimat mir fremd. Ich trieb meine Nachforschungen voran, unterstützt vom Mondgehirn NATHAN. Was ich suchte? Ich wusste es nicht. Aber ich würde es wissen, wenn es soweit war. Etwas lag in der Luft, ich spürte es. Etwas würde geschehen, bald …
Es ging niemanden etwas an, wo ich gewesen war, was ich gesucht hatte. Auch auf Tekeners Nachfragen hin blieb ich in dieser Beziehung stumm. Ich mochte Tekener nicht, mochte ihn noch nie. Aber wenn er Unterstützung benötigte, warum sollte ich sie ihm verweigern? Er behauptete, meinen logischen Verstand und meine analytischen Fähigkeiten zu brauchen. Warum also nicht? Hinzu kam die Einladung ins Akon-System, wie vielen anderen – Bostich, Bull, selbst Völkern wie den Solmothen oder Linguiden – wurde wie mir eine Einladung des Ma'Tam übermittelt. Die Akonen wollten ein Zeichen setzen, wie genau dies aber aussehen sollte, war nicht bekannt. Wir – Tekener, Reino tan Vitar und ich – flogen mit der LEIF ERIKSSON IV ins Akon-System… (Bericht Alaska Saedelaere)
Teil 3 - das Aufdecken der Sonnen-Karte
"Meine Damen und Herren, liebe Zuseher draußen an den Trivid-Schirmen, hier im Akon-System spielen sich unglaubliche Szenen ab, die wirklich zu einem großen Ereignis passen. Da wäre zum einen das Gebilde, das allgemein "Lichttender" genannt wird, ein halbierter Tender mit flacher Oberfläche und einem Energieschirm, unter dem anderthalb Milliarden Lichter leuchten. Für jeden Akonen, der bei der Kabinettiesierung Drorahs verstorben ist, ein Licht. Ein erhebender Anblick! Wir wissen noch nicht, ob es sich hierbei um die 2. Hälfte des akonischen Tenders LEMCHA OVIR handelt, aber diese Vernutung werden unsere Korrespondenten sicherlich noch bestätigen.
Ma'Tam Narvan tan Ra-Osar verschwindet in diesem Augenblick von den Schirmen, nachdem er seine Ansprache vollendet hat, und die Dinge nehmen ihren Lauf: in diesem Augenblick explodieren die 38 Monde des Planeten Yrsah und bilden das Wort "Drorah" – ein fantastischer Anblick, meine Damen und Herren!"
Teil 4 – die Falschspieler.
"Und was geschah dann?" "Die genauen technischen Daten liegen mir nicht vor, aber ich versuche, das Geschehen so zu erklären, dass auch ein Laie den Vorgang versteht: der Gasplanet Yrsah sollte zu einer 2. Sonne umgeformt werden. Die 38 gesprengten Monde vergrößerten zunächst die Masse des Gasriesen, danach war geplant, per Situationstransmitter eine genau vorherberechnete Masse Sonnenmaterie aus der Sonne Akon abzuziehen. Diese Sonnenmaterie sollte nicht nur die Zündung Yrsahs bewirken, sondern auch Akon stabilisieren und so die Gefahr der Nova bannen. Zeitgleich war die Versetzung der vier größten Monde Yrsahs per Transmitter geplant." "Aber das Vorhaben lief aus dem Ruder, oder?" "Genau. Saedelaere hatte ein ungutes Gefühl und begab sich mit Tekener und tan Vitar auf eine der Lenkstationen. Dort stellten sie fest, dass weder die Monde versetzt noch der Halbraumtunnel von Akon nach Yrsah aufgebaut wurde. In diesem Augenblick war klar, dass eine fremde Macht in die Ereignisse eingegriffen hatte. Und es kam noch schlimmer … "Schlimmer? Was hatte die "fremde Macht" denn vor?" "Die vier großen Gasplaneten des Akon-Systems sollten auf die Position Yrsahs versetzt werden, um so eine Kollision zu erzeugen. Die so entstandene Explosion wiederum sollte dann per Transmitter ins Innere der Sonne Akon transmittiert werden. Diese Energie hätte ausgereicht, um die Sonne innerhalb Sekunden zu einer Nova werden zu lassen. Das Akon-System und auch alle anwesenden Würdenträger des Galaktikums wären zu kosmischem Staub zerblasen worden..." "Was für ein perfider Plan!" "Nicht wahr?"
Teil 5 – die Karten werden offen gelegt
Ich blieb in der Lenkstation, während Tekener und tan Vitar auf die TRAJAN wechselten. Sie vermuteten die Drahtzieher auf dem Lichttender und sorgen für einen gemeinsamen Angriff von akonischem Energiekommando und der USO. Uns blieben nur noch Minuten, wenn überhaupt. Der Angrif auf den Lichttender war erfolgreich, Auben tan Harol wurde festgenommen, Simul tan Harol starb durch Tekeners Hand. Doch die Versetzung der vier Gasplaneten auf die Position Yrsahs konnte nicht mehr gestoppt werden, die Planeten kollidierten. Zum Glück konnten die alarmierten akonischen Wissenschaftler und die Techniker des Galaktikums die Wirkung des Situationstransmitters umkehren: statt den Exlosionsherd um Yrsah in die Sonne Akon zu schicken, wurde von dort Sonnenmasse zur Position Yrsahs gelenkt. Eine neue Sonne ging im Akon-System auf, die alte Sonne stabilisierte sich. Am 26.03.1463 NGZ entstand im Blauen System das "Akon-Fanal". (Bericht Alaska Saedelaere)
Aus: "Historie und Ereignisse des Jahres 1463 NGZ" von Maahk Argl Hehhren, Terrania, 1500 NGZ "Ob mit der "Enthauptung" des Clans tan Harol auch das Ende der TRAITOR-Jäger gekommen war, stand im März 1463 NGZ noch in den Sternen. Ebenso war nicht klar, was die düsteren Vorahnungen Alaska Saedelaeres zu bedeuten hatten. Er wusste damals nur eins: "es" würde bald geschehen …"
(Anmerkung des Redakteurs und Autoren der Zusammenfassung: Bei diesem Roman handelt es sich um den 1. Erstauflagen-Roman von Marc A. Herren. Und gerade bei Erstlingswerken - obwohl Marc im Rhodan-Universum kein Unbekannter ist - liegt die Messlatte ja nun mal bekanntlich immer sehr hoch, die Erwartungshaltung ist groß: wie liest sich der Erstling? Ist er spannend oder eher langweilig? Sind die Charaktere gut dargestellt oder bleiben sie blass? Kann man der Storyline folgen oder ist sie vielleicht zu verwirrend, weil der Autor "zu viel des Guten" wollte? Viele Fragen, die dieser Roman beantwortet. Mein Fazit: ein gelungener Erstling, ich hab mich gut unterhalten gefühlt, der Roman war spannend, die Charaktere glaubhaft, auch wenn das scheinbar nicht alle Fans so sehen, gerade bezugnehmend auf den Mord Tekeners an Simul tan Harol. Aber mal ehrlich ... ein zynischer, austickender Tekener mit ZAC ist mir erheblich lieber als ein langweiliger, austauschbarer ZAC-Träger wie momentan Tifflor, Adams oder Dao. Weiter so, Marc !!! )
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(c) Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 2009 |
Kommentare
PS: den Einstieg im Law-and-Order- bzw. Criminal Intent-Stil finde ist sehr passend zu den Kapitelüberschr iften bzw. dem Gedicht ihm Roman, die sich auch auf TV-Serien beziehen.Schönes Detail
Micha
Respekt!! Coole Idee, überzeugende Ausführung. Es ist fantastisch, den eigenen Roman aus einer anderen Perspektive nachlesen zu können!
Mach weiter so und überlege dir mal, ob es nicht Ablöser für deine Texte geben könnte. Ich denke da an Fanzines oder Internetportale , die sich ggf. die Finger ablecken könnten nach solchen Texten.
Herzlich,
Marc
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